Ratgeber Stickmaschine – Das solltest du wissen!

Wer sich schon länger mit dem Nähen beschäftigt, wird früher oder später vermutlich auch damit anfangen, sich mit weiteren Bereichen dieses Hobbies auseinanderzusetzen. Viele Nähbegeisterte wünschen sich neben einer Overlockmaschine und einem Schneideplotter eine Stickmaschine, mit deren Hilfe es ohne Probleme möglich ist, gewünschte Stickmotive auf Textilien aufzubringen.

Optisch ähneln die Geräte für den privaten Gebrauch dem bekannten Aufbau handelsüblicher Nähmaschinen.

Um die eigenen Accessoires und Kleidungsstücke zu besticken, wird ein Stickrahmen, der mit Stoff bespannt ist, in einem Nähtisch unterhalb der Nähnadel angebracht. Beim Stickvorgang wird der Stickrahmen automatisch in vertikaler und horizontaler Achse bewegt – die Sticknadel bleibt also stets in derselben Position.

Bei jedem Farbwechsel muss auch das Garn gewechselt werden. Es gibt aber auch Geräte, die mit bis zu 15 einzelnen Nadeln und 15 unterschiedlichen Garnen gleichzeitig arbeiten können.

Grundsätzlich lassen sich mit Stickmaschinen sowohl kleine als auch große Projekte umsetzen. Die Stickinformationen des gewünschten Motivs werden über einen USB Anschluss an das Gerät gesendet. Dabei kann es sich um einen klassischen USB Stick oder um ein USB Kabel handeln, mit dem die Maschine direkt an den Computer angeschlossen ist.

Das Stickmotiv ist in einem bestimmten Dateiformat abgespeichert, bei dem jeder Stich buchstäblich vorprogrammiert ist.

Linien werden zum Beispiel im Geradstich, Dreifachstich oder Zickzackstich angelegt, während Flächen im Füllstich, Kreisstich, Kreuzstich, Satinstich, Radialstich oder Spiralstich realisiert werden. In dem Fall, dass ein Motiv aus mehreren Farben besteht, beinhaltet die Stickdatei außerdem auch Informationen über die einzufädelnde Garnfarbe und die Reihenfolge, in der gestickt werden soll.

Drei bekannte Modelle für dich im Vergleich

Viele Nähbegeisterte, die sich noch nicht eingehend mit dem Thema auseinandergesetzt haben, denken noch immer, dass ein Stickgerät unheimlich teuer sein muss. Und früher war dem auch tatsächlich so – man musste einige tausend Euro auf den Tisch legen, wenn man eine solche Maschine sein Eigen nennen wollte.

Seit ein paar Jahren aber gibt es sehr gute Anfängermodelle, die mit ihrer Basisausstattung sehr erschwinglich sind und dennoch Einiges können. Weil du im Dschungel der Marken und Modelle aber schnell den Überblick verlieren kannst, möchten wir dir im Folgenden drei Modelle vorstellen, mit denen du als Einsteiger aus unserer Sicht nur wenig falsch machen kannst.

Modell 1: Die Bernette Chicago 7

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Bernette Chicago 7 Nähmaschine und Stickmaschine mit 200 Nähprogramme
28 Bewertungen
Bernette Chicago 7 Nähmaschine und Stickmaschine mit 200 Nähprogramme
  • NÄH- UND STICKMASCHINE: Bernette Chicago 7 ist eine preisgünstige aber hochwertig verarbeitete Näh- und Stickmaschine. Vielseitig, einfach, kompakt und praktisch! Schweizer Qualität, robuste Bauweise und zuverlässige. Sie erfüllt jeden kreativen Wunsch und überzeugt darüber mit ihnem ansprechenden, jungen Design.
  • 200 NÄHSTICHE UND 100 STICKMOTIVE: Die bernette Chicago 7 bietet eine grosszügige Stichauswahl und viele Möglichkeiten, Ideen kreativ und individuell zu gestalten. Über 150 Dekorstiche, 20 Quiltstiche, 2 Alphabete, Satin-und Stretch Stiche sowie 100 integrierte Stickmotive bei einer maximalen Stichbreite von 7mm lassen das kreative Herz höher schlagen.Ideal für Patchworken und Quilten, dankt dem grössem, intergrietem Anschiebetisch.
  • SONDER FÜR SCHWERE STOFFE: Die Näh- und Stickmaschine Chicago 7 verfügt, dank eines speziellen Transporteurs, über einen starken Stofftransport. Projekte mit schweren Stoffen wie Jeans lassen sich so ganz einfach nähen!

Die Bernette Chicago 7 ist die erste Maschine von Bernette, die sowohl nähen als auch sticken kann. Mit ihrem jungen Design und ihrer robusten Bauweise hilft sie dir dabei, deine kreativen Wünsche in die Tat umzusetzen.

Einfach, kompakt und vielseitig, ist diese Maschine genau das Richtige für dich, wenn du auf der Suche nach einem Gerät mit einem günstigen Preis und einer großzügigen Stichauswahl bist.

Die übersichtliche und unkomplizierte Bedienung der Bernette Chicago 7 erleichtert dir das Nähen und das Sticken erheblich.

Der Lieferumfang

Die Bernette Chicago 7 kommt in einem schnörkellosen Design in Weiß daher. Es ist so viel Zubehör dabei, dass es dir wirklich an nichts fehlen dürfte, wenn du dich für dieses Gerät entscheiden solltest.

Die verschiedenen Nähfüße, die enthalten sind, reichen vom Zickzacknähfuß über einen Knopflochschlittenfuß, einen Blindstichfuß, einen Knopfannähfuß, einen einfachen Stickfuß, einen Overlockfuß, einen Stickfuß und einen Reißverschlussfuß bis hin zum Stopffuß.

Ebenfalls enthalten sind das Fußpedal, ein Nadelset, drei Spulen, zwei Garnrollennetze, ein Kantenlineal, zwei Schraubenzieher, eine Schere und zwei Fadenablaufscheiben.

Mit Hilfe der beigelegten Staubschutzhaube kannst du die Bernette Chicago 7 mühelos überall in deiner Wohnung verstauen.

Der enthaltene Stickrahmen ist mit 110 x 170 Millimetern ausreichend groß, um seiner eigenen Kreativität freien Lauf zu lassen.

Funktionen und Einstellungsmöglichkeiten

Dank ihrer Direktwahltasten ermöglicht die Bernette Chicago 7 eine übersichtliche Bedienung, die das Nähen und Sticken zum Kinderspiel macht.

Zwei Alphabete, 100 integrierte Stickmotive, 20 Quiltstiche und 150 Dekorstiche bei einer maximalen Stichbreite von sieben Millimetern lassen fast keine kreativen Wünsche offen.

Dank eines einfachen Einfädelsystems und eines automatischen Einstufenknopflochs lassen sich alle Arbeiten ohne Probleme durchführen.

Das integrierte LED System leuchtet deinen Nähbereich rund um die Nadel immer hell aus, so dass du auch an trüben Tagen gut arbeiten kannst.

Die Bernette Chicago 7 ist sicher eine gute Wahl, wenn du dich nicht zwischen Nähen und Sticken entscheiden kannst. Durch das einfache Anbringen des mitgelieferten Stickmoduls kannst du die Maschine jederzeit innerhalb von Sekunden in ein Stickgerät verwandeln.

Neben den bereits integrierten Stickmustern ist es auch kein Problem, per USB Stick eigene Stickmuster hinzuzufügen. Das integrierte LCD Display tut sein Übriges, um dir die Arbeit mit der Bernette Chicago 7 zu erleichtern.

Vorteile des Modells

Die Bernette Chicago 7 ist eine sehr gute Kombimaschine, die sich nicht vor reinen Stickmaschinen zu verstecken braucht.

Klare Vorteile sind zum einen ihre nutzerfreundliche Bedienung, zum anderen ihre große Funktionsvielfalt.

Wer auf der Suche nach einem Gerät ist, mit dem auch genäht werden kann, kann mit dieser preisgünstigen Maschine nicht viel falsch machen.

Die Menge an Zubehör, die im Lieferumfang enthalten ist, tut ihr Übriges, um das Gerät für alle DIY Begeisterten reizvoll zu machen. Zudem arbeitet die Maschine angenehm leise.

Nachteile des Modells

Ein Nachteil der Bernette Chicago 7 ist der Stickbereich von 11 x 17 Zentimetern, mit dem sich nicht jede Stickdatei realisieren lässt. Auch muss erwähnt werden, dass das Display der Maschine nicht über eine Echtzeitvorschau oder genaue Anweisungen verfügt. Das könnte erfahrene Nähbegeisterte, die sich bereits seit längerer Zeit in der Welt des Stickens bewegen, stören.

Das Stickergebnis der Bernette Chicago 7 ist zwar gut, doch ihre Geschwindigkeit könnte im Vergleich zu anderen Geräten etwas höher sein. Mit maximal 650 Stichen pro Minute handelt es sich hier um ein eher langsames Modell.

Modell 2: Die Singer Quantum Stylist 9960

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Singer Quantum Stylist 9960
11 Bewertungen
Singer Quantum Stylist 9960
  • 600 Stichmuster, 13 professionelle Knopflöcher – genäht mit dem SINGER Ruck-Zuck-Knopflochsystem
  • 5 Schriftarten mit Ziffern und Speicherfunktion, LCD Display
  • Stichbreite bis 7 mm, Schnelleinfädelsystem, Nadeleinfädler

Die Singer Quantum Stylist 9960 ist laut Hersteller eine Kombimaschine, die moderne Computertechnik, einzigartige Stichmuster und außergewöhnlichen Nähkomfort in sich vereint.

Bedient wird das Gerät über angenehme Tasten. Alle wichtigen Informationen werden im Grafikdisplay dargestellt, so dass du immer den Überblick über dein aktuelles Stickprojekt hast. Die Maschine zeigt sogar den passenden Nähfuß an und nimmt automatisch die Fadenspannung vor.

Wenn du möchtest, kannst du alle Einstellungen aber auch deinen persönlichen Wünschen anpassen. Die wichtigsten Stiche der Singer Quantum Stylist 9960 lassen sich über Direktwahltasten aktivieren. Weitere wichtige Bedientasten sind dank ihrer zentralen Anordnung ebenfalls schnell erreichbar.

Der Lieferumfang

Im Lieferumfang der Singer Quantum Stylist 9960 ist nicht nur die Maschine selbst enthalten – auch wichtiges Zubehör wird gleich mitgeliefert.

Dazu gehören ein Nadelsatz, mehrere Spulen, ein Trennmesser, eine Bürste, ein zweiter Garnrollenhalter mitsamt Filzscheibe, ein Schraubenzieher, ein Stichplattenschlüssel, zwei Fadenablaufscheiben, ein Rollsäumer und eine Quiltführung.

Die beigelegten Nähfüße umfassen neben dem werkseitig eingebauten Standardnähfuß einen Overlockfuß, einen Reißverschlussfuß, einen Blindstichfuß, einen Knopfannähfuß, einen Raupenfuß, einen offenen Applikationsfuß, einen Kordonierfuß, einen Quilt- und Patchworkfuß, einen Stopf- und Stickfuß, einen Synchronnähfuß und einen Knopflochfuß.

Stickgerät

Funktionen und Einstellungsmöglichkeiten

Mit der Singer Quantum Stylist 9960 können sowohl Anfänger als auch Profis ihrer Kreativität freien Lauf lassen. Im Deckel der Maschine ist eine Stichübersicht zu sehen, die dir im Zweifel als Hilfestellung dient. So findest du immer den passenden Stich für dein aktuelles Projekt.

Insgesamt bietet dir die Kombimaschine 154 Stiche – darunter fünf Alphabete und 13 Knopflöcher. Du kannst die Stiche nicht nur kombinieren, sondern auch spiegeln oder in ihrer Gesamtlänge verändern. Auch das Vernähen ist programmierbar.

Die praktische Ausstattung der Singer Quantum Stylist 9960 mit Spuleneinlage und integriertem Fädler macht die Nähvorbereitungen zum Kinderspiel.

Die Nähfüße kannst du ganz einfach mit einem unkomplizierten Snap On System befestigen. Die Nähgeschwindigkeit passt du über einen Regler deinen eigenen Bedürfnissen an.

Wenn du an größeren Projekten arbeiten möchtest, kannst du die Auflagefläche mit Hilfe des beigelegten Anschiebetischs mühelos vergrößern.

Auch um ungleichmäßige Nähte musst du dir dank des Obertransportfußes keine Sorgen machen.

Zudem zeigt der große LCD Bildschirm der Singer Quantum Stylist 9960 dir durch sein grafisches Display und seine optischen und akustischen Signale immer, was gerade zu tun ist. Für dein gewähltes Muster erhältst du Stich- und Nähfußempfehlungen sowie andere hilfreiche Informationen.

Vorteile des Modells

Der wesentliche Vorteil der Singer Quantum Stylist 9960 ist ihre einfache und nutzerfreundliche Bedienung. Auch der Zubehörumfang, die enthaltenen Musterstiche und die Einstellmöglichkeiten sind sehr groß, weshalb du mit dieser Maschine von unzähligen Möglichkeiten beim Sticken profitierst.

Praktisch sind auch der beigelegte Freiarm und der große Anschiebetisch.

Nachteile des Modells

Wie jedes elektronische Gerät hat auch die Singer Quantum Stylist 9960 ein paar kleine Nachteile.

Dazu gehört die Tatsache, dass die Maschine im Allgemeinen empfindlich auf qualitativ minderwertiges Garn reagiert. Es kann daher vorkommen, dass die Spannscheiben ab und an nachgeschliffen werden müssen.

Wenn du an besonders großen Nähprojekten wie zum Beispiel Decken arbeitest, kann es außerdem vorkommen, dass du versehentlich an die Drucktasten kommst. In diesem Fall musst du den Stich neu einstellen – der Aufwand hierfür ist aber überschaubar.

Modell 3: Die Janome Memory Craft 500E

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Janome Memory Craft 500 E
2 Bewertungen
Janome Memory Craft 500 E
  • 160 Stickmuster, 6 Nähschriften, Farb - Touchscreen Display
  • Ober-Unterfadenwächter, Computergeregelte Fadenspannung
  • Komforteinfädler, automatische Fadenschere

Die Janome Memory Craft 500E ist eine reine Stickmaschine, mit der du deine eigenen Projekte komfortabel verschönern kannst.

Die Maschine verfügt über eine große Stickfläche, dank der du selbst umfangreiche Projekte ohne Probleme realisieren kannst.

Die einfache Bedienung und die zahlreichen Features ergänzen jede vorhandene Nähmaschine perfekt.

Mit der eingebauten Stickeinheit ist das Gerät quasi sofort startklar. Logische Programmierungen führen dich schnell und mühelos durch die Muster der Janome Memory Craft 500E.

Durch Anzeigetipps ist die Bedienung sehr einfach. Eine große Anzahl von Motiven, die nach Themen oder Rahmengrößen sortiert sind, macht das Sticken zum Vergnügen.

Der Lieferumfang

Die Janome Memory Craft 500E ist eine Stickmaschine mit umfangreicher Ausstattung, das mit insgesamt sechs Nähschriften, 46 Bordürenmustern, 52 Nähstichmustern und 160 Stickmustern daherkommt.

Somit kannst du mit dieser Maschine auf eine umfangreiche Auswahl an Vorlagen zugreifen. Zum Lieferumfang gehören drei unterschiedlich große Stickrahmen.

Zudem verfügt das Gerät über zwei USB Anschlüsse und einen PC Direktanschluss, mit deren Hilfe du Daten ohne Probleme übertragen kannst.

Ebenfalls beigelegt ist die Embroidery Editor Software, mit der du bequem an deinen eigenen Stickdateien feilen kannst.

Zahlreiche Zubehörartikel wie Nadelsätze, Stickrahmen und Spulenhalter runden den Lieferumfang ab.

Funktionen und Einstellungsmöglichkeiten

Mit der automatischen Fadenschere, dem praktischen Nadeleinfädler und der computergeregelten Fadenspannung bietet dir die Janome Memory Craft 500E einige praktische Komfortfunktionen.

Zudem verfügt sie über ein Touchscreen Display, über das du das ausgewählte Stickmotiv mühelos positionieren kannst. Die Arbeitsfläche wird durch fünf LED Lichter vollständig ausgeleuchtet.

860 Stiche pro Minute sorgen für eine hohe Geschwindigkeit, mit der sich andere Geräte in dieser Preiskategorie nicht messen können.

Mit einer maximalen Stickfläche von 28 x 20 Zentimetern bietet die Maschine ausreichend Platz für deine Stickarbeiten.

Mit der Embroidery Editor Software kannst du Stickmotive am Computer vorbereiten. Hier findest du interessante Funktionen wie das Eckenlayout und das Monogramming. Du kannst deine Stickmotive drehen, spiegeln oder in ihrer Größe verändern.

Wenn du lieber direkt an der Stickmaschine arbeitest, kannst du deine Designs aber auch am Farbtouchscreen vorbereiten.

Beim Einfädeln hilft dir der integrierte Nadeleinfädler.

Das Stickmotiv kann über das Touchscreen Display ganz einfach dort positioniert werden, wo es hingehört. Fehlenden Ober- oder Unterfaden meldet die Maschine, sobald er zur Neige geht oder der Faden gerissen ist.

Im Falle eines Farbwechsels oder Sprungstichs schneidet das Gerät automatisch. So profitierst du von maximalem Komfort.

Vorteile des Modells

Wesentliche Vorteile der Janome Memory Craft 500E sind die vielen Funktionen und die nutzerfreundliche Bedienung.

Außerdem verfügt die Maschine über einen großen Anschiebtisch, dank dem Stickteile jedweder Art optimal aufliegen.

Der extragroße Stickrahmen lässt dir viel Raum für all deine Ideen.

Nachteile des Modells

Negativ zu erwähnen ist die mitgelieferte Embroidery Editor Software, deren Funktionen nicht jedem DIY Begeisterten genügen werden. Mit ihr ist es schwierig, eigene Muster zu erstellen.

Bilder und Buchstaben solltest du daher mit einer anderen Software erstellen oder bearbeiten. Das bedeutet für dich allerdings einen gewissen Mehraufwand.

Was sollte ich beim Kauf einer Stickmaschine beachten?

Früher musste man sehr tief in die Tasche greifen, wenn man am Kauf eines eigenen Stickgeräts interessiert war. Aber seit ein paar Jahren gibt es auch für Einsteiger, die nicht über ein exorbitantes Budget verfügen, sehr gute Anfängermodelle, die mit ihrer Basisausstattung preislich erschwinglich sind.

Dennoch musst du, was die Features und Funktionen angeht, keine Abstriche machen. Leider kann man im Dschungel der Marken und Modelle leicht den Überblick verlieren.

Reine Stickmaschine oder Kombigerät?

Auf dem Markt gibt es sowohl reine Stickmaschinen als auch clevere Kombigeräte, die Nähen und Sticken vereinen.

Die Kombimaschinen können mit ein paar Handgriffen in ein Gerät zum Sticken umfunktioniert werden. Hier wird für gewöhnlich allerdings auch ein kleinerer Stickrahmen verwendet, was die Auswahl an Motiven etwas einschränken kann.

Die Qualität der Stickereien unterscheidet je nach Modell und Hersteller.

Ein Kombigerät hat den Vorteil, dass es Platz spart, da du dir nur eine Maschine zum Nähen und Sticken anzuschaffen brauchst. Auf der anderen Seite arbeitet eine reine Stickmaschine aber schneller und effizienter. Auch die Ergebnisse sehen an Ende hochwertiger und professioneller aus, da das Gerät im Gegensatz zur Kombimaschine nur einen einzigen Einsatzzweck zu erfüllen hat.

Außerdem profitierst du von einem größeren Stickrahmen, auf den auch die meisten Stickdateien, die du online findest, ausgelegt sind.

Wie möchte ich meine Stickdateien übertragen?

Ein weiterer Faktor, der in deine Kaufentscheidung mit einfließen sollte, ist die Frage, wie du die Stickdateien transferieren möchtest.

Am einfachsten ist es, wenn du deine Stickdateien auf einen USB Stick übertragen und so einlesen kannst. Es gibt aber auch Stickmaschinen, die du über ein Kabel mit deinem Computer verbinden musst, um mit ihnen arbeiten zu können.

Wenn du mit einem Laptop arbeitest, sollte das kein Problem darstellen. Im Falle eines Desktop PCs könnte es auf Dauer aber etwas anstrengend sein, die Stickmaschine wegen jeder Datei hin und her zu räumen.

Achte vor deiner finalen Kaufentscheidung daher unbedingt darauf, welche Anschlüsse die Stickmaschinen, die zu kaufen du in Betracht ziehst, bieten und ob sie mit deinem Computer kompatibel sind.

Das gilt vor allem dann, wenn du mit einer Sticksoftware arbeiten möchtest, mit deren Hilfe du vorhandene Motive erweitern, kombinieren und individualisieren kannst.

Was kann ich mit einer Stickmaschine genau machen?

Schon mit Stickmaschinen für Einsteiger lassen sich zahlreiche tolle Gestaltungs- und Bearbeitungsmöglichkeiten realisieren.

Du lädst dir einfach dein gewünschtes Stickmotiv auf das Gerät – schon kann es losgehen.

Die Möglichkeiten, die sich daraus ergeben, sind quasi grenzenlos: Du kannst zum Beispiel sowohl gekaufte als auch selbstgenähte Accessoires und Kleidungsstücke besticken, um ihnen deinen ganz eigenen Touch zu verleihen. Sogar Aufnäher, Stickbilder und Applikationen, die erst später auf der Kleidung angebracht werden, sind möglich.

Dabei musst du lediglich auf das richtige Vlies achten und darauf, ob das Material, das bestickt werden soll, zum Applizieren geeignet ist.

Ist dein Motiv fertig, schneidest du das überschüssige Vlies einfach ab und versiegelst die Kanten mit einem Bügeleisen – schon kannst du deinen selbstgemachten Aufnäher entweder verschenken oder an deinen eigenen Nähprojekten anbringen.

Online findest du viele Stickmotive, mit denen du arbeiten kannst. Aber auch im Repertoire deiner Maschine findest du eine gewisse Auswahl – darunter viele verschiedene Alphabete, deren Zahlen, Buchstaben und Zeichen als Stickdesign programmiert sind. Genauso kannst du aber auch Schriften aus Microsoft Word selbst in Stickschriften umwandeln.

 

Dank der mitgelieferten Software kannst du alles, was du machst, auf dem Bildschirm deines Computers sehen. Ganz gleich, wofür du dich am Ende entscheidest: So perfekt wie mit Stickmaschinen bekommst du Stickereien mit einer herkömmlichen Nähmaschine schlichtweg nicht hin.

Deiner Fantasie sind so gut wie keine Grenzen gesetzt. Einzig und allein das Entwerfen eigener Stickdesigns könnte schwierig werden. Bei der großen Auswahl, die du online findest, ist das zumindest für Anfänger aber auch nicht unbedingt nötig.

Hilfreiche Tipps zur Stickmaschine

Sticken lernen kann jeder – auch ohne Schulung. Wichtig ist, erst einmal ein Gefühl für die gebotenen Features und Funktionen bekommen.

Du wirst vieles testen und ausprobieren müssen und solltest damit rechnen, dass die ersten Stickergebnisse vielleicht erst einmal nicht so gut aussehen.

Doch wie beim Nähen und Plotten wächst du auch hier an jedem einzelnen Projekt. Wenn du nun deine ersten Schritte im Sticken machst, gibt es ein paar Dinge, die du beachten solltest:

Stickgarn

  • Erstens: Es wird empfohlen, beim Sticken immer mit speziellem Maschinenstickgarn zu arbeiten. Dieses Garn hat nicht nur einen schönen Glanz und eine edle Optik – es ist auch feiner als normales Nähgarn. Dadurch werden deine Stickereien weniger steif, als wenn du mit herkömmlichem Nähgarn arbeiten würdest. Die Farben der Stickgarne, die auf dem Markt erhältlich sind, sind intensiver und leuchtender. Im Vergleich dazu wirkt handelsübliches Nähgarn oft leblos und stumpf.

 

  • Ein weiterer Tipp: Während des Stickprozesses solltest du unbedingt darauf achten, dass das Garn sich gleichmäßig abwickelt. In jedem Fall solltest du einen Garnrollenhalter aufstecken, so dass sich am Ende auch wirklich nur die relevanten Maschinenteile bewegen.

 

  • Ebenfalls empfehlenswert ist es, immer Stickvlies unterzulegen. Denn eine Stickerei hat ein enormes Fadenvolumen. Mit Hilfe von Stickvlies sorgst du dafür, dass sich dein Stoff nicht verzieht und das Endergebnis dich zufriedenstellt. Das überschüssige Stickvlies kannst du am Ende einfach abtrennen. Alternativ kannst du auf wasserlösliches Stickvlies zurückgreifen, das du hinterher einfach in der Waschmaschine herauswaschen kannst.

 

  • Für alle Textilien, die sich schlecht in den Stickrahmen einspannen lassen, gibt es Filmoplast. Dieses beschichtete Vlies verfügt über eine Klebefläche, mit deren Hilfe auch ungewöhnliche Stoffe ohne Probleme bestickt werden können. Denke auch daran, immer ein Beilaufgarn einzusetzen. Es ist viel dünner als das eigentliche Stickgarn und stabilisiert die Stickerei, ohne sie unangenehm hart zu machen.

 

  • Auch solltest du stets eine spezielle Sticknadel einsetzen, denn sie hat ein größeres Nadelöhr. Das ist beim Sticken von Vorteil, weil der Faden besonders viel Spielraum benötigt. Vergiss auch nicht den richtigen Stickfuß, der die Fadenspannung regelt.

 

  •  Wie groß du mit deiner Stickmaschine sticken kannst, hängt ganz von den Voraussetzungen ab, die dein Modell mit sich bringt. Entscheidend ist zum einen die Größe des mitgelieferten Stickrahmens, zum anderen die Länge des elektronischen Stickarms. Grundsätzlich gilt: Je teurer das Gerät, desto größer auch der Stickrahmen. Zudem haben höherpreisige Modelle in aller Regel entsprechende Bearbeitungs- und Positionierungsmöglichkeiten in der Software, so dass du deine Stickdesigns auch über die Fläche hinaus und in unbegrenzter Größe sticken kannst. Des Weiteren gibt es je nach Gerät und Hersteller eine ganze Reihe von Stickrahmen, die du optional dazukaufen kannst, um die Einsatzbereiche deiner Maschine zu erweitern.